Samstag, 8. August 2009Anonymes und einfaches Tunneln über ssh incl. tsocksSSH ist eine einfache Möglichkeit, den gesamten Netzwerkverkehr über Voraussetzung ist lediglich ein Linux-Server, angeschlossen an das Die Anleitung basiert bei Server und Client auf einigermaßen aktuelle Debian basierte Distributionen. Ich nutze als Beispiel Debian 4 als Server und Ubuntu 9.04 als Client. Die Konfiguration dürfte selbst bei wesentlich älteren Versionen gar nicht oder kaum abweichen.
1. Serverkonfiguration Zuerst legen wir einen neuen Benutzer auf unserem Linux-Server. Ich nenne ihn "socke", angelehnt an Socks.
--no-create-home erzeugt kein Benutzerverzeichnis, das wir nicht brauchen werden. --shell /bin/false führt dazu, dass der Benutzer auf unserem Server keine Shell ausführen kann. So, die Konfiguration des Servers ist damit schon abgeschlossen. 2. Clientkonfiguration SSH Als root führen wir folgenden Befehl aus:
-2 Nur SSH Version 2 benutzen -N Keine Shell eröffnen -C optional; Inhalte werden gzip-komprimiert, sinnvoll bei langsamerer Anbindung -I socke ist der Benutzername -D8080 wir binden das ganze an Port 8080. Dieser ist grundsätzlich frei belegbar. Es sollten keine "well known" ports (1-1023), sowie andere schon benutze Ports, wählen. Port 8080 ist grundsätzlich eine gute Wahl. server-a.com ist der Server, auf den wir zugreifen. Das ganze läuft jetzt im Vordergrund, daher darf die Shell nicht geschlossen werden. Mit "-f" kann man das ganze in den Hintergrund schieben. Dies habe ich aber noch nie benutzt. 3. Clientkonfiguration Firefox Im Browser Firefox unter Bearbeiten > Einstellungen > Netzwerk > Einstellungen lässt sich der Socks-Proxy eintragen. Man wählt "Manuell" aus und trägt unter SOCKS-Host "localhost" und unter Port "8080" ein. 4. tsocks Viele Applikationen können keinen Socks-Proxy benutzen. Dafür gibt es "tsocks". Dieser leitet Netzwerkanfragen über den Socks-Proxy um. Installation (als root):
Wir entfernen die vorinstallierte Konfig-Datei
und erstellen eine neue:
mit folgendem Inhalt:
und speichern ab. Applikationen, die über den Socks-Proxy laufen sollen, bekommen einen "tsocks" vorgestellt. Beispielweise lässt sich wget jetzt über einen Socks-Proxy benutzen:
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